Design im Zeughaus

What a Body Can Do
18:30 Uhr


27.04.2026, 18:30 Uhr – Großer Hörsaal, Fakultät für Design


Am 27.04. gibt Tobias Staab Einblick in seine transdisziplinäre künstlerische Praxis, die den menschlichen Körper ins Zentrum stellt.

In seinem Vortrag What a Body Can Do gibt Tobias Staab Einblick in eine künstlerische Praxis, die sich transdisziplinär zwischen Musik, Tanz, Film und Installation bewegt und den menschlichen Körper ins Zentrum stellt.

Ausgehend von künstlerischen und kuratorischen Projekten der letzten Jahre – darunter die gemeinsam mit Nadja Sofie Eller entwickelten Serien Morphologies (2024) und Transit (2024) – untersucht Tobias Staab das transformative Potenzial des Körpers im Spannungsfeld von Analogem und Digitalem sowie im Dialog mit Systemen künstlicher Intelligenz.

In den Arbeiten erscheinen Körper als werdende, sich wandelnde und transformierende Formen. Im Zusammenspiel verschiedener Medien und Disziplinen richtet Staab den Blick auf Körper in unterschiedlichen Zuständen: sich bewegende, tanzende, zitternde, exzentrische Körper, die aus der Balance geraten; fallende, zusammenbrechende Körper, die sich nicht mehr auf den Beinen halten können; arbeitende Körper, die an ihre Grenzen stoßen; fragile, verletzliche, kranke und sterbende Körper. Während die filmischen Arbeiten häufig Prozesse der Verwandlung sichtbar machen, treten die Körper in den Performances in direkter Unmittelbarkeit auf – live, aus Fleisch und Blut, energetisch, als Körper des Exzesses. Sie stehen im Kontrast zu immateriellen, digitalen Körperbildern ebenso wie zu jenen, die zu Produkten und Waren werden.

Für Tobias Staab, der als freischaffender Künstler, Dramaturg und Kurator arbeitet und u.a. an den Münchner Kammerspielen, am Schauspielhaus Zürich und an der Opera Vlaanderen tätig war, ist der Körper ein Kreuzungspunkt widerstreitender Kräfte: ein Ort des Begehrens und der Zensur, auf den Macht und Kontrolle ausgeübt werden – ökonomisch und biopolitisch. Zugleich bleibt der Körper immer auch ein Ort des Widerstands und der Freiheit, der Rebellion und der Subversion. 

Begrüßung: Prof. Michael Heilgemeir


TOBIAS STAAB, „WHAT A BODY CAN DO“
MONTAG, 27.04.26 | 18.30 UHR

FAKULTÄT FÜR DESIGN | GROSSER HÖRSAAL (X. 1.022)
HOCHSCHULE MÜNCHEN
LOTHSTRASSE 17 | 80335 MÜNCHEN


Foto Credit: Luis Zeno Kuhn


Die Veranstaltung ist sowohl hochschulintern als auch für die Öffentlichkeit zugänglich – alle Interessierten und Neugierigen sind herzlich eingeladen.

Hinweis für Studierende: Der Vortrag wird als Modul 703 (BA Design, ehemals Modul 604) bzw. Modul 621 (BA Informatik und Design) anerkannt. Bitte das ausgefüllte Formular mitbringen.


Foto Performance: Autonomous Avatar, Photo: Ravi Sejk

Eintritt: frei